1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12,13...ja, in Tinnum heißt es für Sie Schäfchen zählen. In früheren Jahrhunderten kam man hier noch locker in die Tausende. Das fast 800 Jahre alte Dorf wurde schon früh zur Heimat der Bauern und ihrer Schafherden. Durch den Tuchhandel mit Hamburg brachten sie fleißig ihre SCHÄFCHEN INS TROCKENE.

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Expeditionen ins Tierreich kann man in Tinnum, das heute zur Gemeinde Sylt-Ost gehört, allemal machen. Im Rantum-Becken, dem Vogelschutzgebiet, um im nahegelegenem Tierpark kommen - neben heimischen Tieren - noch unzählige Exoten wie Affen, Flamingos und Emus hinzu. Doch zur Deichpflege sind die FLAUSCHIGEN VIERBEINER am beliebtesten. Sie grasen nicht nur die Vegetation sauber ab, sondern sie befestigen gleichzeitig mit ihren Trippppelschrittchen die Deichoberfläche, verjagen alle sich dorthin verirrenden Maulwürfe und liefern zudem noch die wertvolle Wolle

Apropos Wolle. In Tinnum geschah es auch, daß sich der berühmte Sylter Landvogt, Gelehrte und Freiheitsdenker Uwe Jens Lornsen 1830 mit dem dänischen König in die "Wolle" kriegte. Nach zehntägiger Amtszeit hatte er sich in dessen Augen bereits so sehr aus dem Fenster gelehnt, daß er das darauffolgende Jahre hinter SCHWEDISCHEN GRADINEN verbringen mußte. Von 1647 bis 1867 war der Ort schließlich der Sitz des Landvogts und damit das Verwaltungszentrum der Insel. Ach ja: Das 1649 erbaute Haus des Landvogts im Kampende stellt heute noch eines der ältesten erhaltenen Friesenhäuser auf der Insel dar.