Munkmarsch
Hurra, hurra die Post ist da - so hieß
es seit Mitte des 18. Jahrhunderts
in Munkmarsch, als hier die ERSTEN
POSTBOOTE anlegten.
Damit begann die "Karriere" des kleinen Dorfes
und seiner fleißigen Muschelfischer.
Munkmarsch - füher das Sylter "TOR
ZUR WELT", heute ein beschaulicher
kleiner Ort
an der Ostküste der Insel. Der alte Hafen,
an den noch heute das alte Fährhaus erinnert,
war seit 1869 der Ausgangspunkt der Schiffsverbindung
mit der festländischen Hoyerschleuse
in Dänemark, nachdem der Keitumer Hafen
versandete.
Von hier aus wurden dann später die "Badeherrschaften"
zu einer festen Taxe
nach Westerland kutschiert, bevor die Eisenbahnlinie
die Kutschierei ablöste.
Ausnahmsweise hatten es beim Kutscher die
"Domesticken", wie es so schön hieß,
einmal besser als ihre Herrschaften. Als Bedienstete
mußten sie nur den halben Preis zahlen.
Zahlreiche Geschichten spinnen sich um die
eingesetzten Fährschiffe und deren Kapitäne.
Einer der bekanntesten und schlagfertigsten
war wohl der alte KÄPT'N CORL,
der,
auf alle erwartungsvollen Fragen seiner Passagiere
die richtige Antwort wußte.
So entgegnete er auf die Frage, wie lange
eine Überfahrt nach Sylt dauere:
"Zwei Stunden hin und vier zurück:"Die
verständnislosen Blicke wehrte er mit dem Hinweis ab:"Schließlich
ist die Erde rund. Nach Sylt fahren wir bergab, zurück geht's bergauf."
Seit dem Bau des Hindenburgdamms 1927 führt
der Hafen ein ruhiges,IDYLLISCHES DASEIN,
als Standort des Sylter Segler Clubs. Wer
heute den Hindenburgdamm benutzt, wird staunen.
Von Käpt'n Corls "Erdsteigung" ist seltsamerweise
nichts zu spüren!
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