HÖRNUM
Hörnum ist jungfräulich bis tief ins Meer hinein-
und das nicht nur wegen seines ausufernden WEISSEN SANDSTRANDES ,
sondern auch einer alten Legende nach.
Denn Hörnums Küste war lange Zeit 
Schlupfwinkel für See- und Strandräuber, 
die ihre Kostbarkeiten in den Dünen ver- 
steckten. 
Große Beute konnte sie am Strand selbst nicht 
machen. 
Denn hier hausten seinerzeit nur ein paar arme 
Fischer in ihren Buden und Erdhütten. 
Ihre einzigen "Schätze" waren ihre schönen 
Frauen,bei denen die Rauhbeine allerdings 
nicht bersonders hoch im Kurs standen.
So trug es sich zu, daß eines Tages eine Horde schwedischer Piraten
am Strand einfiel. Der Zufall wollte es, daß sich die Fischer allesamt
auf See befanden und einzig zwei Junfrauen, die den Fisch und die Hütten putzten,
zurückgeblieben waren. Grölend vor Freude machten sich die Piraten daran,
ihre zarte Beute einzufangen. Und während eine der beiden Jungfrauen
sich mit letzter Kraft in das benachbarte Dorf retten konnte,
hatte sich die andere von den Seeräubern an den Strand drängen lassen
und schien ihnen bereits ins Netz gegangen zu sein.
Doch hatten die Piraten die Rechnung ohne das KEUSCHHEITSGELÜBDE
der Sylterin gemacht! Denn vor lauter Angst, ihre Jungfernschaft
an einen nach Rum stinkenden Ganoven zu verlieren, stürzte sich die Magd
kurzerhand in die Fluten und ward nie mehr gesehen.
Tja, Piraten verstanden es eben nicht, mit 
Jungfrauen umzugehen! 
Hörnum, heute tiedenfreier Bundesschutz- 
und Jachthafen, ist Abfahrtsort der 
Inseldampfer. Von hier aus starten sie ins 
zollfreie Einkaufsparadies Helgoland 
oder zu den Nachbarinseln Amrum, Föhr 
und der Hallig Hooge.Bei einem Spaziergang um 
die Südspitze Hörnums der "ODDE",oder bei einer Mitternachtswanderung am ca.600 Meter langen 
Oststrand unterhalb des Leuchtturmes 
sollten Sie sich ein paar romantische Stunden 
zu zweit nicht entgehen lassen!
Während man hier tagsüber von der Schönheit der vielen Damen geblendet wird,
leuchtet einem nachts nur der Mond und der kolossale Leuchtturm von Hörnum heim.
Mit seinen 54 Metern und den 750.000 Candela, 
ist er der größte Wegweiser für die Schiffahrt 
an der Deutschen Nordseeküste! 
Auf dem Weg nach Norden leuchten dem Seefahrer 
dann auch noch die großen Leuchtfeuer 
von Kampen und List. 
Trotz der großen Feuer sind hier schon in den 
vergangenen Jahren einige Schiffe gestrandet. 
Und das lag nicht unbedingt am Feuer.
Wie man hört, hat auch schon mal die Mannschaft ein Nickerchen gehalten!
Wer seinen Urlaub also ruhig bis beschaulich an- oder ausgehen lassen möchte,
der ist am Fuße von Sylt genau in der richtigen Ecke gelandet.
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